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Das Drama-Dreieck in der Psychotherapie

von | 27.06.2022 | 10 Kommentare

Immer wieder kommen Klient*innen zu uns, die in ungesunden oder einfach nur nicht-liebevollen Beziehungen feststecken. Eine der dysfunktionalen Beziehungsdynamiken ist das Drama-Dreieck , auch Täter-Opfer-Retter-Dreieck genannt. Fast alle deiner Klient*innen waren wahrscheinlich schon einmal Teil dieser Konstellation. Und ich vermute, du selbst auch.
In diesem Artikel möchte ich beleuchten, wie wir als Therapeut*innen Teil des Drama-Dreiecks werden können und was wir beachten sollten, um dies zu vermeiden.

Das Dramadreieck beschreibt ein Grundmuster menschlicher Interaktion und die damit verbundenen Verhaltensweisen. Das Modell hat seinen Ursprung in der Transaktionsanalyse und wurde 1968 von Stephen Karpman das erste Mal beschrieben. Es spezifiziert eine Konfliktdynamik mit 3 wechselnden Rollen zwischen mindestens zwei Menschen: Täter (oft auch Verfolger genannt), Opfer und Retter.
Anmerkung: Zum besseren Verständnis habe ich die Rollenbezeichnungen im Text nicht gegendert.

Leider können wir als Therapeut*innen selbst auch schnell Teil dieser Dynamik werden: wenn wir innerlich unklar damit sind, was unsere therapeutische Aufgabe ist und was nicht. Zusätzlich ist dabei wichtig, sich genau anzuschauen, welche inneren Motivationen und Intentionen man als Therapeut*in in der Arbeit hat.

Die Rollen im Drama-Dreieck

Im Drama-Dreieck gibt es drei Rollen. Das Dramatische daran ist, dass diese Rollen sehr schnell wechseln können. Durch den Rollenwechsel verschiebst sich die Dynamik zwischen den Beteiligten von dysfunktional zu zerstörerisch.
Grundlage der Rollen sind Verhaltensweisen und Projektionen der Beteiligten. Projektionen im therapeutischen Kontext bezeichnen wir als Übertragung und Gegenübertragung.

Der Täter

Als Täter werden meist Menschen bezeichnet, die unsere Klient*innen verletzt haben. Manchmal sind es Übergriffe, manchmal Verhaltensweisen oder Worte, die dazu geführt haben, dass unsere Klient*innen diese Person als unangenehm empfinden oder einen Konflikt mit ihr haben. Als Täter wird hier also eine Person „definiert“, die etwas getan hat, was das Opfer als unangenehm, demütigend oder verletzend bis hin zu einer strafrechtlich relevanten Tat erlebt oder so interpretiert hat.

Der Täter kann aber auch eine Person sein, die sehr handlungs- oder lösungsorientiert ist und ihren Willen durchsetzt. Die Täterrolle wird in der Theorie des Drama-Dreiecks auch als Verfolger bezeichnet.
Häufig finden wir hier auch Menschen, die keine Verantwortung für sich übernehmen. Stattdessen suchen sie die Schuld für ihre Gefühle oder für Dinge, die schief gehen, bei anderen.

Das Opfer

Mit dem Begriff Opfer ist eine Person gemeint, die hilfsbedürftig ist oder erscheint. Diese Person kann das reale Opfer von einem Geschehen in der Vergangenheit oder Gegenwart gewesen sein. Es kann auch ein Mensch sein, der sich selbst eher hilflos fühlt oder als Überlebensmechanismus Hilfsbedürftigkeit ausstrahlt. Sehr häufig finden wir hier Menschen, die sich ständig schuldig fühlen, sich selbst klein machen und wenig Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen.

Der Begriff Opfer wird normalerweise für Menschen verwendet, die etwas erlitten haben und im Zusammenhang mit diesem Erleben als Opfer bezeichnet werden. Innerhalb des Drama-Dreiecks meint der Begriff aber eher eine Rolle, in der Menschen sich – lang- oder kurzfristig – eingerichtet haben. Auf Dauer kann ihre Identität mit der Opferposition verschmelzen.

Der Retter

Der Retter ist ein Mensch, der anderen gerne hilft und gerne gebraucht wird. Er braucht die Rolle, um sich selbst zu bestätigen und gut zu fühlen. Ein Retter übernimmt gerne die Verantwortung für andere Menschen.

Die Retterposition ist eine sehr beliebte Position für viele Menschen. Therapeut*innen und Pädagog*innen agieren in unterschiedlichen Graduierungen mehr oder weniger aus dieser Position. Ein Dilemma ist, dass man sich dabei oft auch selbst ausbeutet und ausbrennt.
Ein zweites Dilemma: Die Position des Retters braucht immer auch ein Opfer, um die Selbstbestätigung und Sicherheit als Retter zu bekommen. Dies kann zu einer inneren Entmündigung des Gegenübers führen: Man sorgt indirekt dafür, dass die andere Person nicht selbstwirksam und selbstständig werden kann.

Wie wir unwillentlich Teil des Drama-Dreiecks werden

Sobald unsere Klient*innen eine Situation erzählen, in der sie sich als Opfer definieren und welche die Zuschreibung eines Täters enthält, entsteht praktisch eine implizite Einladung an uns. Wir sollen die Rolle des Retters einnehmen, indem wir solidarisch sind, Stellung beziehen und uns dabei der Bewertung der Klient*innen vorbehaltlos anschließen.

Therapeutisch gesehen ist dies eine schwierige Situation, besonders bei der Arbeit mit traumatisierten Menschen. Die Arbeit mit Trauma erfordert nämlich ein Stück weit die Aufgabe der therapeutischen Abstinenz und kann dadurch schneller in eine Verstrickung führen.

Therapeutische Abstinenz oder nährendes Reparenting

Der Begriff der therapeutischen Abstinenz stammt aus der Psychoanalyse. Er fordert uns als Therapeut*innen dazu auf, möglichst neutral gegenüber der Klient*in zu sein. Letztlich geht es darum, dass die Klient*innen keine „Befriedigung“ ihrer Wünsche und Bedürfnisse durch die Therapeut*in bekommen. So können sie die Frustration ihrer Kindheit wieder erfahren und bearbeiten. Auch wenn das Konzept aus der Psychoanalyse stammt, ist es in alle therapeutischen Verfahren und das therapeutische Denken bis zu einem gewissen Grad „eingesickert“.

Dem gegenüber steht der Begriff des Nachnährens oder des Reparentings. Mit dieser, aus der humanistischen Psychotherapie stammenden therapeutischen Haltung soll dem Mangel an früher Zuwendung und Beziehungssicherheit therapeutisch begegnen werden. Wir versuchen dabei, unseren Klient*innen so weit möglich das zu geben, was ihnen als Kind gefehlt hat.

Ich denke, dass die meisten Therapeut*innen beide Konzepte halbbewusst verinnerlicht haben. Es ist wichtig, uns diese Konzepte und die damit verbundenen unterschiedlichen Haltungen explizit bewusst zu machen, um eine klare und angemessene Position im jeweiligen therapeutischen Geschehen einnehmen zu können.

Meiner Ansicht und Erfahrung nach brauchen früh- und bindungstraumatisierte Menschen und Menschen, die durch andere Menschen traumatisiert wurden (Human-made Trauma), eine therapeutische Beziehung, die durch Solidarität und Nähe unterstützend und nährend wirkt.

Irvin Yalom beschreibt die therapeutische Haltung so:

„Die therapeutische Begleitung kommt einer Freundschaft zwischen Therapeut und Klient sehr nahe. Auf dem Hintergrund der gemeinsamen menschlichen Probleme bemüht er sich um eine Beziehung, die auf Engagement, Offenheit und Gleichberechtigung basiert.“

Ich sehe die beiden Konzepte – therapeutische Abstinenz und Reparenting – als Eckpunkte einer Skala, auf der wir uns flexibel bewegen können.

Sind wir auf einem Auge blind?

Eine der Fallen bindungsorientierter Arbeit ist die Idee, dass Bindung/Beziehung immer harmonisch ist oder sein sollte. Gerade wenn wir als Therapeut*innen selbst ein unsicheres Bindungsmuster haben, tragen wir häufig die Idee und das Bedürfnis nach Harmonie in uns. Wir möchten von unseren Klient*innen gemocht werden und brauchen deren Wertschätzung und Bestätigung.

Durch dieses eigene Bedürfnis kann es sein, dass wir sehr schnell die Rolle des Retters einnehmen. Wir schließen uns dann der Sichtweise unserer Klient*innen auf Situationen und andere Personen vorbehaltlos an, um keine Konflikte zu erzeugen und damit unsere Solidarität auszudrücken.

Durch viele Jahre therapeutischer Erfahrung ist mir sehr deutlich geworden, dass die Interpretation unserer Klient*innen von Ereignissen nicht immer „wahr“ ist, sondern eben häufig nur ein Teil der Wahrheit.
Es ist ein bisschen so, wie im Gleichnis „Die blinden Männer und der Elefant“, wo jeder der Blinden nur einen Teil des Elefanten ertastet und erfasst und dann davon ausgeht, dass er den ganzen Elefanten gefühlt hat.
Die Realität ist, dass wir alle immer nur zu einer Teilerfassung eines Geschehens fähig sind. Selbst wenn wir noch so viele Fakten und Erfahrungen sammeln, wird dies immer Stückwerk sein. Manchmal gilt: Je mehr wir zu wissen glauben und je überzeugter wir sind, dass wir die Realität erfasst haben, desto weniger ist dies leider oft der Fall.

Trauma verändert die Wahrnehmung

Ein erschwerender Faktor bei traumatisierten Menschen ist, dass diese häufig in einem hochsympathikonen Zustand leben, in dem der Kampf- und Fluchtreflex ständig aktiv ist und der ventrale Vagus – unser soziales Nervensystem – abgeschaltet ist. In diesem permanenten inneren Gefahrenzustand werden Ereignisse und die Handlungen anderer Menschen schneller negativ interpretiert als in entspanntem Zustand. In diesem Zustand können Menschen nur eingeschränkt freundliche Gesichter erkennen und neigen dazu, Gesichter eher als unfreundlich zu interpretieren. Bei aktiviertem Kampf- und Fluchtreflex ist es auch schwerer, sich wirklich nach innen zu wenden und sich selbst konstruktiv zu reflektieren (siehe dazu Die Bedeutung von Sicherheit und die Polyvagal-Theorie).

Da evolutionär die Gefahr immer greifbar war und von außen kam, war dieser Mechanismus früher sinnvoll. Heute führt er dazu, dass Menschen häufig die Ursache für ihren Stress nach außen verlagern und ihren eigenen Anteil an Konflikten oftmals unterschätzen.

Leider haben wir als Therapeut*innen in vielen Fällen nur einen einzigen Zugang zu anderen Personen, Ereignissen und Vorfällen, und zwar durch die Wahrnehmung und Erzählungen unserer Klient*in.

Ich möchte damit auf keinen Fall andeuten, dass die Darstellungen von Gewalt- und anderen Erfahrungen unserer Klient*innen nicht wahrheitsgemäß sind. Ich möchte nur sagen, dass es sinnvoll sein kann, nicht in die Rolle der Retterin zu schlüpfen und sofort zu „wissen“, dass die andere Person der Täter ist.

Das Tabu des Hinterfragens

Es ist inzwischen leider oftmals so, dass ein Tabu auf der Erforschung der tatsächlich geschehenen Ereignisse liegt, sobald jemand sagt, sie oder er seien Opfer einer anderen Person, unabhängig davon, ob es dabei um Verletzungen seelischer Art oder um körperliche Übergriffe geht. An dieser Stelle ist es inzwischen sehr schwierig, Fragen zu stellen und zu erforschen, was geschehen ist und ob es womöglich Deutungsalternativen gibt.
Es scheint, als wären wir inzwischen sofort aufgefordert, die Darstellung des Opfers unhinterfragt zu glauben. Alles andere scheint illoyal oder Opfer blaming.

Als Feministin ist mir bewusst, auf wie dünnem Eis ich mich hier bewege. Ich möchte mich dennoch trauen dieses Thema anzusprechen. Es geht nicht darum, Opfern von Gewalttaten nicht zu glauben, sondern Vorwürfe genauer zu erforschen.
Dies kann in aller Zuwendung für den Schmerz des Opfers geschehen, dennoch kann es sinnvoll sein, nicht unmittelbar Stellung zu beziehen und den Täter nur noch durch die Augen des Opfers zu sehen.

Die Rolle des Retters ist fast systemisch in der Rolle der unterstützenden und verstehenden Therapeut+in enthalten. Deswegen ist es so wichtig, dass wir als Therapeut*innen genau schauen, was unsere eigene Motivation ist, mit der wir Menschen begleiten. Ebenso ist es wichtig, dass wir uns anschauen, inwieweit wir uns trauen, die therapeutische Harmonie zu durchbrechen. Trauen wir uns, auch Dinge zu spiegeln und anzusprechen, die unseren Klient*innen vielleicht nicht gefallen, die aber wichtig für den Therapieerfolg sind?

Wenn der Retter vom Sockel fällt

Haben wir uns in der Rolle des Retters verstrickt, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Drama-Dreieck früher oder später seine zerstörerische Dynamik auch im therapeutischen Setting entfaltet.

Eine Möglichkeit der zerstörerischen Entfaltung ist,

dass wir unsere Klient*in unbewusst in einem Zustand der Bedürftigkeit und ungesunden Abhängigkeit halten. Wir sorgen dafür, dass wir immer neue Themen und Arbeitsfelder entdecken und gleichzeitig Selbstwirksamkeit und gesunde Autonomie nicht ausreichend unterstützen.
Außerdem vermeiden wir Konflikte oder reagieren vielleicht sogar persönlich angegriffen auf Kritik und Unzufriedenheit der Klient*in. Vielleicht beziehen wir einen „Mangel“ an Therapieerfolg auf uns selbst. Oder wir klagen unsere Klient*in an, dass sie nicht genug tue oder im Widerstand sei.
Dies sind Hinweise darauf, dass wir unsere Klient*in unbewusst instrumentalisieren und in der Opferrolle halten möchten, weil wir selbst einen Gewinn für unser Selbstwertgefühl daraus ziehen.

Die zweite Möglichkeit ist,

dass die Klient*in irgendwann unzufrieden mit der Therapie und unserem therapeutischen Agieren wird. Die positive Übertragung schlägt in eine negative Übertragung um. Kann dies nicht bearbeitet, korrigiert und die Kritik in einen konstruktiven Therapieimpuls verändert werden, zerstört es meist das therapeutische Bündnis. In der Folge wird die Therapie häufig unschön abgebrochen. Mit diesem Abbruch gehen oftmals auch hart erarbeitete Schritte verloren, weil die Klient*in sich verraten und verlassen fühlt.

Der Fluch guter Absichten

Im klassischen Drama-Dreieck können die Rollen wechseln. Dies ist selbstverständlich auch im therapeutischen Kontext möglich.
Es kann passieren, dass eine Klient*in, nachdem sie – zu Recht oder zu Unrecht – vom Verlauf der Therapie enttäuscht ist, damit beginnt, uns anzuklagen und anzugreifen. Manchmal geschieht dies in einer Form, dass es uns möglich ist, menschlich und/oder therapeutisch darauf zu reagieren und den Konflikt zu klären.
Manchmal ist die Form jedoch so „unter der Gürtellinie“, dass eine Kommunikation nicht mehr möglich ist. In diesem Fall wechselt die ehemals hilfsbedürftige Person, die wir retten wollten, die Rolle. Aus dem Opfer wird ein Täter und aus uns – den ehemaligen Rettern – werden Opfer. (Aus der Sicht der Klient*in ist sie weiterhin das Opfer und die Therapeut*in wird zum Täter.)

Es kann aber auch geschehen, dass aus dem ehemaligen Retter (Therapeut*in) nun ein Täter wird und die kritische Klient*in von der oder dem behandelnden Therapeut*in angegriffen und beschimpft wird. Dies kann passieren, wenn Therapeut*innen zu sehr involviert und mit ihrem Selbstwertgefühl und ihrer Selbstbestätigung zu sehr davon abhängig sind, von ihren Klienten für „gut“ befunden zu werden. In diesem Augenblick fehlt die therapeutische Distanz. Die Reaktion ist nur noch persönlich, die eigenen unbearbeiteten Dinge kommen zum Vorschein und verselbstständigen sich.

Wir müssen uns unserer Intentionen bewusst sein

Aus diesem Grund ist es so wichtig, genügend eigene Therapie gemacht zu haben und sich immer wieder mit den eigenen Themen und Gegenübertragungen zu beschäftigen. Nur wenn wir uns unserer Intentionen so bewusst wie möglich sind, können wir – nicht immer, aber so oft wie möglich – vermeiden, dass wir in den Sog des Drama-Dreiecks geraten.
Therapeutische Unterstützung ist keine Rettung einer Person. Wir können leider niemanden retten. Wir können Menschen nur unsere Spiegelung, unser Wissen und unsere Zuwendung anbieten, um alten Schmerz anzuschauen und dabei neue Erfahrungen zu schaffen.

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10 Kommentare

  1. Ganz toller Blog, hab ich auch schon genau so wahrgenommen, in den verschiedenen Konstellationen. Gib mir gerade ein gutes Feedback für meine eigene Wahrnehmung! Danke

    Antworten
  2. Liebe Dami, wie gut, dass Du Dich auf dieses „dünne Eis“ begibst. Dein Artikel ist für mich wichtig, regt mich zum Nachdenken an und erinnert mich immer wieder daran, zu überprüfen, wo ich gerade stehe. Danke dafür 🙂 🙂 Liebe Grüße Susanne

    Antworten
  3. Danke dir! So ein wichtiges Thema!
    Seit Jahren bezeichne ich das Drama-Dreieck als Trauma-Dreieck. Die Neubenennung ist mir bei einem Versprecher in einem Kurs passiert. Ich habe sie seither beibehalten, weil ich finde, dass sie stimmt :-).

    Liebe Grüsse aus der Schweiz, Rébecca

    Antworten
    • 🙂 Ja, guter Name..

      Antworten
  4. Sehr klarer und umfassender Beitrag, vielen Dank! Was ich dennoch „vermisse“ (hoffentlich nicht überlesen habe): Inwiefern kann oder sollte das Drama-Dreieck auch expliziter Gegenstand des therapeutischen Gesprächs bzw. der gemeinsamen Reflexion auf die therapeutische Beziehung sei? Gehört dies nicht zur Transparenz (statt Abstinenz) in Sachen Übertragung/Gegenübertragung? Es geht ja nicht nur darum, auch wenn dies das Interessante an dem Beitrag ist, dass uns Helfern etwas bewusst wird. Im gruppentherapeutischen Setting habe ich oft erlebt, wie hilfreich es für Klient*innen ist, wenn die Dreiecks-Dynamik (mit anderen Klient*innen oder mit mir) gemeinsam reflektiert wird. Auch im Einzelsetting habe ich auf die gezielte Thematisierung schon gute Resonanz erhalten, ohne mir dabei in jedem Fall sicher zu sein, wann und wie es passt oder unumgänglich ist.

    Antworten
    • Hallo Christoph, auf jeden Fall ist das wichtig. Die Bedeutung für die Betroffenen habe ich eher in diesem Beitrag reflektiert: https://traumaheilung.de/dramadreieck/
      Viele unserer Klient*innen sind in Drama-Dreiecks Beziehungen und es kann sehr hilfreich sein, dort Licht in die Verstrickungen und Rollen zu bringen. Herzliche Grüße, Dami

      Antworten
  5. Oh liebe Dami! Deine Erklärungen sind wieder einfach nur GENIAL!! Ich hab jetzt wieder einiges mehr verstanden mit dem ich mich seit vielen Jahren rumquäle!!
    Vielen Dank für deine Hilfe und deine unermüdliche Arbeit damit wir uns besser verstehen können!!! Gottes Segen für Dich und deine Gedanken😘😘

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  6. Liebe Dami,
    vielen Dank für den tollen Beitrag.
    Mir ist aufgefallen, wie wenig das Hinterfragen im echten Leben anzutreffen/gewünscht ist und wie sehr ich mir mir Wohlwollen, Solidarität UND gegenseitige Hinterfragen zum gemeinsamen Wachsen innerhalb Freundschaften und Partnerschaften wünsche.
    Liebe Grüße
    Esther

    Antworten
  7. Hallo liebe Dami Charf,

    ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, das ‚Drama‘ von den „verwickelten“ Personen, sprich dem Täter abzulösen und den Konflikt mit den Klient_innen auf emotionaler Ebene anzuschauen. Dabei stelle ich mich komplett auf den/die Klientin ein, auch, wenn der Klient_innen Realität verzerrt ist, so ist es für die Klient_innen doch wahr, was sie empfinden. Das möchte anerkannt werden (nach Luise Reddemann).
    Von hier aus gehe ich dann in die Ressourcenarbeit, um die Klient_innen zu stabilisieren und handlungsfähig zu machen. Dazu gehört für die Kl. immer das vollkommene annehmen des Geschehenen und auch die Erkenntnis :’Ja, hier bin/war ich Opfer. Das ist auch ein Teil von mir… (aber nicht nur… ) “
    Ich arbeite als Kunsttherapeutin im Klinik-Kontext, ich weiß also, dass die Klient_innen die Klinik nach spätestens 8 Wochen verlassen. Erkenntniss-Prozesse, Erkenntnisgewinn und wiedererlangte Handlungsfähigkeit stehen immer im Vordergrund.
    Oft war es der Anfang einer längeren „Heilungs-Reise“.
    Zeugin solcher Erkenntnis-Prozesse sein zu dürfen empfinde ich jedes Mal wieder als sehr berührend und als eine Ehre, und das ist das wunderbare an meiner Arbeit…
    Liebe Grüße und Danke für Deine/Ihre Inspirationen immer wieder,
    herzlichst,
    K. Hilke

    Antworten
    • Danke, liebe Kerstin. Das hört sich nach einer schönen und hilfreichen Arbeit an, die du da machst.
      Herziche Grüße, Dami

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