„Schocktrauma über den Körper integrieren“ (Präsenzfortbildung)

 

Schocktraumata haben oft eine Langzeitwirkung auf Menschen

Schocktraumata brauchen einen völlig anderen therapeutischen Ansatz

Schocktraumata sind singuläre Ereignisse, die als überwältigend erlebt werden und bei den Betroffenen tiefe Hilflosigkeit auslösen.

Schocktraumata brauchen eine völlig andere Herangehensweise als Entwicklungstrauma. Während es bei Entwicklungstrauma möglich ist, auch mit den aufkommenden Emotionen zu arbeiten, diese neu zu bewerten und zu integrieren, ist dies bei Schocktrauma kontraindiziert.

Emotionen sind einer der Hauptfaktoren, die zu einer Traumatisierung geführt haben. Das  Wieder-Erinnern oder Wieder-Erleben führt zu einer Aktualisierung des Erlebten und der damit verbundenen Emotionen und ist dadurch immer wieder überwältigend und kann zu einer Retraumatisierung führen.

Schocktrauma entsteht durch eine gefühlte massive Überwältigung mit erlebter Hilflosigkeit und einem Verlust von Kontrolle und einem Mangel an Copingmechanismen. Durch die Überwältigung bleiben die zum Kampf und Flucht bereitgestellte Energien im Körper „stecken“ und werden eingefroren.

Meist führt das überwältigende Ereignis zu einer Erstarrung und Dissoziation, die oftmals nicht mehr vom Organismus der Betroffenen aufgelöst werden kann. Durch diese fehlende Auflösung bleibt der Körper in der Überlastungsreaktion stecken und kann nicht realisieren, dass das Ereignis längst vorbei ist.

 

Dissoziation ist oft die Folge von Schocktrauma

Dadurch entsteht eine Überlastung der Regulationsmechanismen im Körper mit direkten Auswirkungen auf unsere Psyche. Das Leben der Betroffenen stellt sich oft als Achterbahnfahrt zwischen Übererregung und Untererregung dar und sie fühlen sich alleine und in sich gefangen.

Die Integration kann durch die Aktivierung der alten, noch im System vorhandenen Verteidigungs- und Fluchtimpulse erreicht werden. So können die alten Energien langsam aus dem Körper „geleitet“ werden, ohne dass die traumatische Situation emotional erneut durchlebt werden muss.

Dabei bedienen wir uns den dem Körper inhärenten Mechanismen, traumatische Erfahrungen zu bewältigen. Voraussetzung ist, dass wir mit dem Klienten bereits eine gute Basis geschaffen haben und er sich halbwegs in seinem Körper fühlen kann und begonnen hat, diesem wieder mehr zu vertrauen.

Wichtig bei dieser Arbeit ist, dass bereits eine stabile Verbindung zu dem Klienten besteht. Diese ermöglicht ihm das Vertrauen, bei dem Wagnis der Bearbeitung von großen Verletzungen nicht alleine zu sein.

 

Die Eckpfeiler dieser Fortbildung

Schocktrauma sitzt im Körper

Ein Schocktrauma ist immer ein subjektiv überwältigendes Erlebnis für das in dem traumatischen Augenblick keine Coping-Mechanismen zur Verfügung stehen. Der Schock bleibt in Form „gefrorener“ Energie im Körper „stecken“.

Emotionen sind immer überwältigend

Die Schwierigkeit bei der Arbeit mit Schocktraumata ist, dass Menschen sobald sie sich an das Trauma erinnern, durch die damit zusammenhängenden Emotionen immer wieder überwältigt werden. Durch die körperorientierte Arbeit lässt sich diese Überwältigung vermeiden.

Die Lösung von Schocktrauma ist auch ohne Erinnerungen möglich

Viele Traumata sind bereits im vorsprachlichen Bereich entstanden und nur im impliziten Körpergedächtnis gespeichert. Durch den körperorientierten Ansatz ist es dennoch möglich diese zu lösen.

Inhalte der Fortbildung

  • theoretische Grundlagen: Flucht- Kampf und Erstarrung
  • theoretische Grundlagen der Arbeit mit dem Körper
  • Arbeit mit dem Körperempfinden
  • Stabilisierung und Differenzierung von Emotion und Empfindung

 

 

  • Die Arbeit mit willkürlichen und unwillkürlichen Bewegungen
  • Anzeichen für den Einstieg in die Schocktrauma-Arbeit im Körper lesen lernen
  • schocktraumaspezifische Gesprächsführung
  • Kontakt und Erdung bei der Schocktrauma-Arbeit
  • Lösung von festgehaltenen Reflexen

Hier kannst du dich anmelden

t

Informationen zum Ablauf

Gruppengröße:
Mindestens 16 und höchstens 2​1 TeilnehmerInnen

Datum:
05. -08. Oktober 2020 und ​​02. -05. November 2020

​Zeiten:
​Montag 14.00 – 18.00 Uhr
​Dienstag und Mittwoch 10.00 – 18.00 Uhr (90 min Mittagspause)
​Donnerstag 10.00 – 14.00 Uhr

Kosten​​​​​:
​je Block: ​600 € zuzüglich 19% Mehrwertsteuer = ​714 €
Gesamtkosten: ​1428 € incl. 19% MwSt

​Die Blöcke sind nur gemeinsam buchbar.

t

Dauer und Ort

Ort:
​​Seminarzentrum Dami Charf
Am Leinekanal 4
37073 Göttingen

Für Unterkunft und Verpflegung müssen die TeilnehmerInnen selbst sorgen
Unterkunftsliste (Auswahl) zum download

l

Vertrag zum download

Voraussetzung für diese Fortbildung ist die Basisfortbildung Modul 1
bitte schicke uns eine Kopie deiner Teilnahmebescheinigung von Modul 1

Anmeldung ab dem 1. April 2020 möglich